“ … Leonhard F. Seidl

  … eine bedeutende Stimme

     der Gegenwartsliteratur.“

Begründung zum

KULTURPREIS FÜRTH  2022

 

 

Leonhard F. SEIDL

 

Vom Untergang

 

Edition Nautilus

 

Ein packendes Sittenbild der Weimarer Republik

Bayern, 1922. Der rechtskonservative Erfolgsautor Oswald Spengler schmiedet geheime Pläne für eine Lenkung der Presse. Gemeinsam mit Escherich, dem Gründer einer militanten Bürgerwehr, und Gumbrecht, einem mächtigen Fürther Spiegelfabrikanten, will er die öffentliche Meinung in der jungen Republik beeinflussen.
Emma, Gumbrechts Sekretärin und Geliebte, ist die Tochter des Anarchosyndikalisten Fritz Oerter. Eigentlich hat sie genug von Politik und auch von ihrem Freund, dem Sozialdemokraten Max Schmidtill. Doch dann liest sie einen Brief, der nicht für ihre Augen bestimmt war …
Hundert Jahre nach den Mordanschlägen auf Walther Rathenau und Philipp Scheidemann zeichnet Leonhard F. Seidl ein packendes Sittenbild der Weimarer Republik. Spenglers Komplott, der Mord an Schmidtill und diverse Figuren wie Fritz Oerter sind historisch belegt; der Roman basiert auf intensiven Recherchen und enthält zahlreiche Originalzitate aus Zeitungen, Sitzungsprotokollen und Briefen.

 

 

 

 

Wenn es … darum geht, Geschichte in Geschichten zu

übertragen, dann führt nur schwer ein Weg an Seidl vorbei.“

Fürther Nachrichten 18. März 2022

 …Der Philosoph Oswald Spengler, berühmt für sein Werk „Der Untergang des Abendlandes“, geht zum Fischen. Im Sommer 1922 spaziert er im oberbayerischen Markt Isen mit dem dortigen Forstrat Georg Escherich und einem kleinen Buben namens Seppl zu einem Forellenbach – und die schillernde Szene, die der Fürther Schriftsteller Leonhard F. Seidl daraus entwickelt, ist allein schon die Lektüre seines neuen Kriminalromans wert…“

Süddeutsche Zeitung, 6. April 2022

Ganze Rezension hier lesen.

 

Leonhard F. SEIDL

 

Der
falsche
Schah

 

„… dieser bizarr komische und politisch wache Roman, der … ein wenig an Günter Grass erinnert …“ 

 Dirk Kruse Bayerischer Rundfunk.

 — Autor —

Leonhard F. Seidl

Leonhard F. Seidl, geboren 1976 in München, ist Schriftsteller, Journalist und Dozent für Kreatives Schreiben.

Er ist Vorsitzender des Schriftsteller:innen-Verbandes, Mittelfranken und Mitglied im PEN.

Mit dem Roman Mutterkorn (Kulturmaschinen, 2011) debütierte er, darauf folgten die Kriminalromane Genagelt (Emons, 2014), Viecher (Emons, 2015) und Fronten (Edition Nautilus, 2017), der  Schelmenroman Der falsche Schah (Volk Verlag, 2020) und der Kriminalroman Vom Untergang (Edition Nautilus, 2022).

Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, u.a. 2019 ein Stipendium der Stiftung Literatur, 2021 das Hermann-Kesten-Stipendium und 2022 das Pécs Writers Program, Pécs, Ungarn / Stipendium Internationaler Künstleraustausch Oberpfälzer Künstlerhaus und Artist in residence Nature Writing Thayatal / Podyjí.

Außerdem wird ihm dieses Jahr ein Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern für Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie der Kulturpreis Fürth verliehen.

 

Bücher

Vom Untergang

Oswald Spengler, nach seinem Erfolgsbuch Der Untergang des Abendlandes in rechtskonservativen Kreisen hochgeschätzt, ist 1922 auf dem Weg nach Oberbayern zu Forstrat Escherich, dem Gründer einer republikfeindlichen Einwohnerwehr, um ihm einen geheimen Plan zur Lenkung der nationalen Presse zu unterbreiten. Auch der Fürther Spiegelfabrikant Gumbrecht lässt sich leicht gewinnen.

Lebenslinien

Während Namen wie Emma Goldman, Gustav Landauer, Ernst Toller, Rudolf Rocker und Erich Mühsam für die anarchistische Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt sind, ist Fritz Oerter noch immer unentdeckt. Der fränkische Anarcho-Syndikalist stand mit den genannten Zeitgenoss:innen im Austausch, ist für das Vertreten seiner Ansichten im Gefängnis gewesen, wurde von Nationalsozialisten gefoltert und ist infolgedessen 1935 in Fürth gestorben.

Fronten

Ein bosnischer Waffensammler läuft Amok, ein »Reichsbürger« sinnt auf Rache und eine muslimische Ärztin gerät zwischen die Fronten – ein Kriminalroman nach einem wahren Fall …

Mutterkorn

Mutterkorn ist die Geschichte einer Befreiung. Aber auch eine Geschichte über Gewalt und Abhängigkeit. Schnell, wie ein Krimi, tiefgründig wie ein Entwicklungsroman und ein aktuelles Stück deutscher Geschichte.

 Neuauflage August 2022 anlässlich der rechtsextremen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992

 

{

»Fronten« ist ein engagierter, aufwendig recherchierter, politischer Kriminalroman. Ein wichtiges Buch.

– Bayerischer Rundfunk

{

Dieser »fulminante … kleine … Kriminalroman (entwickelt) … einen fatalen Sog … Manisch. Superb!«

– Günther Grosser, Berliner Zeitung

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Porträt: Leonhard F. Seidl … schreibt extrem gut recherchierte, politische Krimis.

– Jana Volkmann, Der Freitag

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